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Der beruflichen Sackgasse entkommen

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Sie hängen in einer beruflichen Sackgasse fest? Unterschätzt, unterbezahlt und überarbeitet? Die nächste Sprosse auf der Unternehmensleiter ist für Sie unerreichbar? Sie fragen sich, ob die Unternehmensleiter an der richtigen Wand lehnt?

Machen Sie sich nichts vor: Sie befinden sich in einer beruflichen Sackgasse. Bevor diese Sackgasse zu einem Graben oder schlimmer noch, zu einem Grab wird, sollten Sie anhalten. Zehn sichere Methoden, um vom Abstellgleis wieder auf die Hauptlinie zu finden.

1. Machen Sie eine persönliche Inventur

Ein gut umgrenztes Problem ist schon halb gelöst. Oft machen wir den Job für Probleme verantwortlich, die in unserem persönlichen Leben auftreten. Sie können zwischen 0900 und 1700 Uhr keine Zufriedenheit und Erfüllung finden, wenn die restlichen 16 Stunden des Tages Sie nach unten ziehen.  Ein Job verleiht keinen Sinn oder liefert gar eine Rückzugsgelegenheit von den persönlichen Problemen. Ihr Leben ist wie ein Tisch, der von einer Anzahl verschiedener Beine getragen wird. Gesundheit, Seele, Familie, Romantik, soziales Umfeld, Karriere und persönliche Entwicklung. Wenn nur eines der Beine kürzer ist, dann wackelt der Tisch. Wägen Sie sorgfältig alle Bereiche Ihres Lebens ab. Nur so finden Sie den Grund Ihrer Konsternation.

2. Verstehen Sie die Symptome

Wenn Sie die Quelle Ihrer Unzufriedenheit auf Ihren Job begrenzt haben, beachten Sie die verräterischen Warnzeichen der Karrieremüdigkeit. Quälen Sie sich morgens aus dem Bett und es graut Ihnen vor einem neuen Arbeitstag? Zählen Sie die Tage bis zum Wochenende? Ziehen Sie Ihre Mittagspause in die Länge? Schauen Sie alle zehn Minuten in Erwartung des Feierabends auf die Uhr? Verbringen Sie mehr Zeit mit nicht geschäftsbezogenen Unterhaltungen? Nutzen Sie Ihre Zeit im Büro, um persönliche Angelegenheiten zu planen und festzulegen? Haben Sie aufgehört, Fachzeitschriften zu lesen? Ist Ihre Perspektive negativer oder zynisch geworden? Fühlen Sie sich die meiste Zeit gelangweilt (nicht nur hie und da) und sind Sie antriebslos? Fühlen Sie sich durch Zeiten und Lieferfristen gestresst? Glauben Sie, dass Ihre Begabungen nicht genügend gefordert werden? Haben Sie Konzentrationsprobleme? Einzeln betrachtet, zeigen diese Anzeichen kein Burnout-Syndrom. Aber wenn Sie auf drei oder mehr Fragen mit „Ja“ geantwortet haben, dann laufen Sie Gefahr, in einer beruflichen Sackgasse zu landen.

Machen Sie eine Liste von allen Dingen, die Sie im Job aufregen. Hat Ihr Job eine Richtung genommen, die Ihnen nicht gefällt (oder vielleicht hat er sich überhaupt nicht verändert)? Haben Sie neue Berichterstattungsverpflichtungen nach oben oder unten in der Weisungskette? Haben Sie gerade ein grosses Projekt beendet? Haben Sie gerade eins begonnen? Haben die Budgets Sie in der Erfüllung Ihres Auftrags eingeschränkt? Verhindert die Firmenhierarchie den Fortschritt? Bei wie vielen Einträgen in Ihrer Liste können Sie etwas verändern?

Bedenken Sie, dass ein Job mehr als nur Geldverdienen bedeutet. Wenn Sie glauben, dass Sie unterbezahlt sind (wer glaubt das nicht), werden Sie höchstwahrscheinlich in jedem Job frustriert sein. Das ist so, weil Sie immer glauben, Sie verdienten mehr, egal was man Ihnen zahlt. Das wird darauf hinauslaufen, dass Sie ein hochbezahlter, unzufriedener Arbeiter sein werden.

3. Leben Sie im Heute

Sie haben drei Tage: gestern, heute und morgen. Das Einzige, was Sie mit dem Gestern tun können, ist, daraus zu lernen, Sie können es nicht mehr ändern. Das Einzige, was Sie mit dem Morgen tun können, ist, sich darauf vorzubereiten. Aber diese Planung sollte nicht auf Kosten des vollen, kompletten Lebens in der Gegenwart stattfinden.

4. Schauen Sie zur Seite

Die heutigen Unternehmen sind kleiner (und kleinlicher). Verschwunden sind die zahlreichen Ebenen des mittleren Managements. Mit ihnen verschwanden auch die Beförderungsmechanismen, die mehr auf der Beschäftigungsdauer als auf Leistung beruhten. Das berufliche Weiterkommen basiert nicht mehr darauf, in der Rangfolge aufzusteigen. Manchmal kommt es darauf an, die Ränge zu wechseln. Diese Seitwärtsbewegungen bieten ein klareres Verständnis der Herausforderungen in anderen Abteilungen und erweitern Ihren Rahmen an beruflichen Fähigkeiten. Ausserdem hält das Erreichen der nächsten Sprosse auf der Karriereleiter nicht immer das, was es verspricht. Es kann Sie weiter von dem wegbringen, was Sie eigentlich tun wollen.

5. Vergewissern Sie sich, wie grün das Gras wirklich ist

Wenn einen die Zukunftsaussichten unglücklich machen, glaubt man zu bemerken, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes grüner ist. Andere Jobs sind interessanter, bieten mehr Herausforderungen und werden besser bezahlt. Aber der Schein kann trügen. Nachteile und Fehler sind aus der Entfernung selten zu erkennen. Sprechen Sie mit Freunden, Kollegen und Familie, und Sie werden tatsächlich herausfinden, dass die gleiche Frustration, die Sie in Ihrem momentanen Job erfahren, überall präsent ist. Oder noch schlimmer: Bei dem, was Sie suchen, können Sie vom Regen in die Traufe kommen.

6. Entlassen Sie sich selbst

Wenn die Dinge wirklich so schlimm sind auf der Arbeit, entlassen Sie sich selbst, wenn Sie diesen Freitag das Büro verlassen. Richtig, geben Sie sich selbst das Kündigungsschreiben. Gehen Sie nach Hause und beklagen Sie, dass Sie Ihren Job verloren haben. Wie werden Sie jetzt über die Runden kommen? Warum musste das gerade Ihnen passieren? Beklagen Sie Ihr Schicksal den ganzen Samstag, aber dann, am Sonntag, beschliessen Sie, etwas zu tun. Stehen Sie auf und durchkämmen Sie die Stellenangebote. Vielleicht stossen Sie auf eine Anzeige für Ihren alten Job. Hier sucht man die Fähigkeiten und Erfahrungen, die Sie haben. Die Stellenbeschreibung klingt, als könnten Sie das bewältigen, und die Bezahlung ist so ziemlich das, was Sie erwartet haben. Bingo! Stellen Sie sich selbst wieder ein. Und die Moral von der Geschichte: Manchmal sind die Dinge nicht so schlecht, wie wir sie empfinden.

7. Heizen Sie sich selbst ein

In der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt müssen Unternehmen immer nach neuen Produkten, neuen Märkten und neuen Diensten Ausschau halten. Das traditionelle Geschäftsmodell verliert an Bedeutung. Achten Sie genau auf neue Gelegenheiten, wenn neue Unternehmen eine Basis etablieren. Zeigen Sie sich offen für neue und erweiterte Aufgaben. Achten Sie genau auf neue Gelegenheiten. Bitten Sie um mehr Aufgaben. Noch besser, verlassen Sie Ihre Komfortzone und veranlassen Sie selbst einige Änderungen. Denken Sie ausserhalb des Unternehmensgefüges nach. Treten Sie Industrieausschüssen und Organisationen bei. Hier bekommen Sie Aufschluss über die jüngsten Trends und Entwicklungen und hier können Sie Ihre Kontakte verbessern.Gestärkt durch Glaubwürdigkeit und harte Arbeit werden diese gesteigerte Sichtweite und Auseinandersetzung die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und die Kontaktmaschinerie in Gang setzen.

8. Machen Sie Ihr Leben reicher

Letzten Endes wird für Sie der Job doch wohl nur ein Job sein. Wenn Sie nach dem Sinn suchen, dann müssen Sie Ihr Zeichen außerhalb der Arbeitswelt setzen. Engagieren Sie sich bei örtlichen Dienstleistungsarbeiten. Die meisten Unternehmen fördern gemeinnützige Projekte. Sie alle suchen händeringend nach Paten. Auch über die Firmengrenzen hinaus gibt es Möglichkeiten, sich einzubringen und Einfluss zu nehmen. Trainieren Sie Ihre Kinder. Nehmen Sie an einem Kurs teil, oder, noch besser, halten Sie einen ab. Engagieren Sie sich und bewegen Sie etwas. Das wird ein Topspin für andere Bereiche Ihres Lebens sein.

9. Sondieren Sie das Terrain

Wenn es Ihnen mit dem Jobwechsel ernst ist, dann sollten Sie eine Guerilla-Jobsuche-Aktion planen. Richtig angewandt, werden mit diesen kleinen Initiativen drei wertvolle Ziele erreicht: Erstens die Optimierung Ihrer Fähigkeiten, ein Vorstellungsgespräch zu führen, zweitens Feststellung Ihres Wertes auf dem Arbeitsmarkt, und drittens Aufbau einer Basis, mit der Sie zukünftige Stellenangebote beurteilen können, ohne auf dem Radarschirm Ihres gegenwärtigen Arbeitgebers zu erscheinen. Sie sollten bei Ihrer Stellensuche kontrolliert vorgehen. Wenn Ihr Chef herausfindet, dass Sie sich umsehen, könnte Ihre Stellensuche eine höhere Dringlichkeitsstufe erreichen.

10. Setzen Sie sich Ziele

Wenn Sie sich entschlossen haben zu gehen, entwickeln Sie einen Plan. Welchen Job möchten Sie und welchen Schritt müssen Sie tun, um ihn zu bekommen? Wie machen Sie Ihren Namen bekannt? Wollen Sie einen vollständigen Frontalangriff wagen oder mit feineren taktischen Zügen vorgehen? Sie haben zahlreiche Werkzeuge zur Verfügung: Netzwerk, Headhunter, Jobagenturen, Online-Ressourcen, klassische Stellenanzeigen... Wie werden Sie diese Quellen in Ihre Kampagne einbinden? Wie viele Lebensläufe werden Sie jeden Tag oder jede Woche versenden? Wie viele persönliche Kontakte werden Sie machen? Welche Suche müssen Sie starten? Wie viel Zeit planen Sie ein, um den perfekten Job zu finden? Und seien Sie vorbereitet, falls Ihre momentane Firma von Ihren Aktivitäten erfährt. Was werden Sie tun, wenn Sie gefeuert werden? Was werden Sie tun, wenn man Ihnen ein Gegenangebot macht?


All diese Antriebsmassnahmen haben eines gemeinsam: Sie zwingen Sie, Verantwortung für die Situation zu übernehmen und zu handeln. Bewegung schafft Bewegung. Hören Sie auf zu klagen, und tun Sie etwas.

Persönliche Entwicklung